Ist Welschriesling ein Riesling? – Unterschiede & Herkunft einfach erklärt

Die Frage taucht immer wieder auf – verständlich, denn die Namen klingen zum Verwechseln ähnlich. Doch: Welschriesling ist kein Riesling. Auch wenn beide Weißweine sind und in Österreich heimisch wirken, haben sie weder genetisch noch geschmacklich etwas miteinander zu tun.

Welschriesling: Der Name täuscht

Der Begriff „Welsch“ wurde früher oft für alles verwendet, was „fremd“ oder „romanisch“ wirkte. In diesem Fall bezieht er sich auf die vermutete Herkunft der Rebsorte – man glaubte, sie sei über Italien oder Frankreich nach Mitteleuropa gelangt. Heute weiß man: die genaue Herkunft ist ungeklärt, aber sie hat mit dem klassischen Riesling nichts zu tun.

Die Unterschiede im Überblick

  • Genetik: Keine Verwandtschaft zwischen Riesling und Welschriesling
  • Herkunft: Riesling stammt aus Deutschland, Welschriesling wohl aus Südosteuropa
  • Stilistik: Riesling ist oft säurebetonter & lagerfähig, Welschriesling frisch, unkompliziert & trinkfreudig
  • Typische Regionen: Welschriesling – Steiermark, Burgenland; Riesling – Wachau, Rheingau

Und welcher passt besser zu dir?

Du magst es knackig, frisch, lebendig und unkompliziert? Dann solltest du unbedingt Welschriesling probieren – vor allem von Winzern wie Thomas Straka, Ernst Triebaumer oder Vino Gross, die zeigen, was die Rebsorte kann.

Riesling-Fans kommen bei uns natürlich auch nicht zu kurz – aber eines ist sicher: Welschriesling verdient endlich seinen eigenen Platz im Rampenlicht. 🍷